Angezeigte Sachbeschädigung an Kfz nahm kuriosen Verlauf

Treuchtlingen - Am Dienstag, 09.06.2020, gegen 00.30 Uhr, teilte ein Arbeiter eines Stein-verarbeitenden Betriebes telefonisch eine Sachbeschädigung seines Pkw mit.

Der Anrufer erklärte, dass jemand offensichtlich mit einem Gabelstapler seinen Kleinwagen auf einen größeren Stein -quader gehoben und abgestellt hatte, sodass sein Fahrzeug hierbei beschädigt wurde.


Es könnte auch ein aus dem Ruder gelaufener Scherz gewesen sein. Eine Streifenbesatzung machte sich zur Anzeigenaufnahme auf den Weg in den Betrieb. Am Tatort sahen die Kollegen den Kleinwagen, der in etwa 3 Meter Höhe auf dem rechteckigen Quader stand.


Bei der Sachverhalts -aufnahme bemerkten die Beamten, dass der Pkw im Frontbereich erheblich beschädigt war und dass unterhalb dem Abstellort auf dem Steinquader ein größerer Stein lag. Bei dem Blick nach oben stellte sich heraus, dass genau dieser Stein in einer Absperrung fehlte, die ca. 5 Meter über dem „Abstellort“ des Kleinwagens entlang lief.


Jetzt entpuppte sich die angebliche Sachbeschädigung, beziehungsweise der schlechte Scherz als ein Missgeschick des Fahrzeughalters. Der hatte seinen Pkw abgestellt, offensichtlich die Feststellbremse nicht betätigt und auch keinen Gang eingelegt. Der Pkw rollte das leicht abschüssige Gelände herab, durchbrach die, durch abgelegte Steine, aufgebaute Absperrung, in dem ein Stein weggeschoben wurde und herunter-fiel, stürzte dann ca. 5 Meter einen steilen Abhang hinunter, genau auf den Steinquader.


Hier schlug der Kleinwagen mit der Frontpartie auf und kam auf allen vier Rädern zum Stehen, sodass es im ersten Moment wirklich aussah, als ob der Pkw mit einem Gabelstapler sauber auf dem Steinquader gehoben wurde.


An dem Kleinwagen entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe mehrerer Hundert EURO. Die Streife konnte ohne die Aufnahme einer Anzeige, mit einer eher erheiternden Erfahrung reicher, wieder abrücken. Wie der geschädigte Fahrzeughalter seinen Pkw wieder von der „Steinplattform“ herunterbekam, entzieht sich leider unserer Kenntnis.

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