Monheimer und Donauwörther Graffiti Sprüher endlich geschnappt?

Monheim / Donauwörth - Einen Doppelschlag gegen die sogenannte „Graffiti-Szene“ konnten Beamte der Polizeiinspektion Donauwörth am 20. und 21.12.2020 verbuchen.


Im Zuge langwieriger und umfangreicher Ermittlungen führten sich konkretisierende Zeugenhinweise zu einem 20-jährigen Monheimer, der bereits in der Vergangenheit einschlägig in Erscheinung trat.


Hier wurde schließlich am Morgen des 21.12.2020 an der Wohnanschrift des jungen Mannes in Monheim ein zuvor beantragter Durchsuchungsbeschluss der zuständigen Staatsanwaltschaft Augsburg von mehreren Einsatzkräften vollzogen.


Dabei stellten die Beamten der Donauwörther PI umfangreiches Beweismaterial sicher. Unter anderem wurden knapp 100 Dosen mit professionellem Graffitisprühlack verschiedenster Farben, Handschuhe, Farbzusätze, ein Notebook sowie Mobiltelefon mit Fotos und ein sogenanntes „Sprayer-Blackbook“ mit zahlreichen Sprühmotiven in amtliche Verwahrung genommen.


Dazu konnten in der Wohnung des 20-Jährigen noch 600 Gramm des Amphetamins „Speed“, Drogenuntensilien und mehrere hundert Euro in szenetypischer Stückelung aufgefunden und sichergestellt werden.


Bereits einen Tag zuvor, am 20.12.2020, konnten Donauwörther Polizeibeamte bei einer Wohnungsnachschau im Zimmer eines 17-jährigen Monheimers knapp 30 Sprühvorlagen und ebenfalls ein „Blackbook“ mit etwa 100 weiteren Graffiti-Skizzen auffinden.


Im Zimmer des Jugendlichen befand sich neben mehreren extradicken Permanent-Markern auch eine schwarze Sprühdose mit Autolack. Auf dem Mobiltelefon des jungen Mannes konnten zudem abfotografierte Schmierereien gesichert werden, die zu Fällen im Zuständigkeitsbereich passen.


Darüber hinaus fanden die Donauwörther Beamten im Zimmer des Jugendlichen eine Druckverschlusstüte mit Amphetaminen sowie etwa 80 Gramm Speed. Sämtliche genannten Gegenstände wurden amtlich sichergestellt.


Beide dringend Tatverdächtige kommen für zahlreiche Schmierereien im Raum Donauwörth und Monheim in Frage. Die Ermittlungen, auch nach der exakten Schadenshöhe, dauern hierzu aktuell noch an.


Der gesprühte Slogan „catch me if you can“ ist damit aus polizeilicher Sicht für diese Fälle relativ zeitnah eingetreten.


Das im gleichen Zuge bei beiden potentiellen Sprayern sichergestellte Rauschgift hat einen Straßenverkaufspreis von geschätzten 10.000 EUR.

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