Ein Zeichen der Gemeinschaft

Dies geschah zur Freude der Bewohner aus den sechs Kommunen der drei Regierungsbezirke, die hier aufeinandertreffen. Rund 600 Gäste aus den Gemeinden Langenaltheim, Mörnsheim, Monheim, Rögling, Solnhofen und Tagmersheim trafen sich zum traditionellen Freiluftgottesdienst, mit dem das Denkmal eingeweiht wurde. „Wir feiern am Ort der Grenze ein Fest der Gemeinschaft“, sagte Martin Pöschl, der evangelische Pfarrer für Rehlingen, Büttelbronn und Monheim.


Flurkreuz verbindet die unterschiedlichen Konfessionen


Das neue Denkmal solle an die eigene Herkunft erinnern und motivieren, den gemeinsamen Weg in die Zukunft zu beschreiten. Dieser sei bereits eingeschlagen, sagte Langenaltheims Bürgermeister Alfred Maderer. Schon 1989 sei auf Anregung eines Pfarrers auf einer kleinen Anhöhe ein vier Meter hohes Eichenflurkreuz errichtet worden, das vor allem konfessionsverbindenden Charakter haben sollte. Auch auf politischer Ebene regte sich mehr und mehr Teamgeist. Die sechs Gemeinden begannen in einem losen kommunalen Verbund immer stärker zu kooperieren. 2008 folgte der Beitritt in die Lokale Aktionsgruppe Monheimer Alb/Altmühljura. Damit konnten Projekte von der EU gefördert werden. Erfolgreich beantragten die sechs Kommunen deshalb Mittel aus dem Leader-Programm der Europäischen Union und gaben die Neugestaltung des Dreiländerecks in Auftrag.


Die Konzeption und Umsetzung übernahm der Eichstätter Künstler und Steinmetz Rupert Fieger. In seiner Stele lässt er, stellvertretend für die drei Stämme der Bayern, Franken und Schwaben, ein Terzett aus geschwungenen Kalksteinlinien zusammenfließen. Das Denkmal kostet 20000 Euro, die Hälfte schießt die EU zu. Die verbleibenden 10000 Euro teilen sich die Gemeinden auf.


Tief in die Geschichte jenes bedeutsamen Fleckchens Erde blickte der Eichstätter Grenzsteinforscher Karl Röttel: von der Völkerwanderung über die Gebietsreform bis in die heutigen Tage.


Alfred Maderer (Langenaltheim) sowie seine Bürgermeisterkollegen Richard Mittl (Mörnsheim) und Günther Pfefferer (Monheim) enthüllten die Stele.